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Testberichte: über 200 Staubsauger & Saugroboter auf unserer Teststrecke im Vergleich

Was sagt die Staubklasse bei einem Industriesauger aus?

Industriestaubsauger werden in der Regel auf Baustellen, in Werkstätten oder im gewerblichen und industriellen Umfeld eingesetzt. Dort entstehen bei der Arbeit mit unterschiedlichen Elektrowerkzeugen nicht selten gesundheitsgefährdende Stäube, weshalb die Anforderungen an Industriesauger deutlich höher sind als an gewöhnliche Haushaltssauger. Die Geräte werden als Entstauber eingesetzt und müssen den Staub direkt absaugen, damit er sich nicht erst ablagern und später wieder aufgewirbelt werden kann. 

In meinem Industriesauger Test findest du einen Vergleich der beliebtesten Modelle.

Industriesauger Staubklasse

Daher sollten gefährliche Stäube an dem Ursprung ihrer Entstehung über den Saugschlauch aufgefangen werden. So wird vermieden, dass sie überhaupt erst an die Umgebung gelangen. Deshalb ist es bei Industriesaugern nicht nur wichtig, dass sie eine hohe Saugleistung bieten, es kommt auch auf ein ausgeklügeltes Filtersystem an. Dieses kann von Industriesauger zu Industriesauger sehr unterschiedlich ausfallen, weshalb man diese Geräte in sogenannte Staubklassen einteilt. Sie geben Auskunft darüber, welche Art von Staub Du damit gefahrlos aufsaugen kannst. 

Wenn Du nach einem Industriesauger suchst, solltest Du daher vorab genau überlegen, welches Sauggut dieser aufnehmen soll und ein Modell auswählen, das der passenden Staubklasse entspricht. Da Laien oft Schwierigkeiten haben, bei den unterschiedlichen Staubklassen den Überblick zu behalten, stelle ich Dir die einzelnen Klassen in diesem Artikel genauer vor. Nach dem Lesen dieses Ratgebers sollte es dann kein Problem mehr für Dich sein, einen Industriesauger der richtigen Staubklasse auszusuchen. 

Staubklassen: Wichtiges Kriterium beim Kauf eines Industriesaugers  

Industriesauger Auswahlkriterium

Die Staubklasse ist ein wichtiges Auswahlkriterium beim Kauf eines Industriesaugers.

Bei der Anschaffung eines Industriesaugers spielen viele Aspekte eine wichtige Rolle: Das Behältervolumen ist ebenso bedeutend wie die Saugkraft. Auch eine integrierte Steckdose sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Darüber hinaus ist aber auch die Staubklasse entscheidend. 

Denn: Beim Schleifen, Sägen oder anderen Bearbeitungsverfahren von bestimmten Materialien wie etwa Zement, Blei, Asbest oder Substanzen, die von Schimmel befallen sind, entstehen Stäube und Bakterien, die gesundheitsschädlich sind und beispielsweise Lungenkrebs verursachen können. Du musst diese Stäube mit dem Schlauch Deines Industriestaubsaugers aufsaugen, der einer entsprechenden Staubklasse angehört. 

Maschinen, die zur Beseitigung von Stäuben dienen, werden laut DIN EN 60335-2-69 Anhang AA in unterschiedliche Klassen eingeteilt, die man als Staubklassen bezeichnet. Welcher Staubklasse der Industriestaubsauger angehören muss, hängt von der Gefährdungsbeurteilung ab, die mit der Bearbeitung der jeweiligen Materialien einhergeht. Wichtig ist dabei, Dich immer an den Sicherheitshinweisen und der Bedienungsanleitung des Herstellers zu orientieren. 

Überblick: Diese Staubklassen gibt es  

Grundsätzlich lassen sich Staubklassen in drei Gruppen einteilen, die mit den Buchstaben L, M und H symbolisiert werden. Diese Klassifizierungen sind übergreifend, damit es einfacher ist, die einzelnen Industriesauger miteinander zu vergleichen. Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) spielt dabei eine wichtige Rolle. Er ist als höchste Konzentration eines Schadstoffes in der Umgebungsluft am Arbeitsplatz definiert. 

  • Staubklasse L: Der Abscheidegrad liegt bei über 99 Prozent. Die Industriesauger dieser Klasse dürfen für leicht gesundheitsgefährdende Stäube mit AGW-Grenzwerten von 1 mg/m³ verwendet werden. Das gilt zum Beispiel für Hausstaub, Gips, Kalk, Sand, Glimmer und andere nicht bedenkliche Materialien. Bei der Entsorgung dieser Stäube müssen keine besonderen Maßnahmen getroffen werden.
  • Staubklasse M: Hier beträgt der Abscheidegrad mindestens 99,9 Prozent. Zu dieser Staubklasse gehören Industriesauger, die für mittel gefährliche Stäube mit AGW-Grenzwerten von 0,1 mg/m³ zugelassen sind. Die Industriesauger filtern Lackpartikel, Metallstäube und Holzstäube. Wenn Du intensive Arbeiten mit Holz durchführst, ist ein Industriesauger, der einen Filter der Staubklasse M besitzt, auf jeden Fall zu empfehlen. Achte zudem auf eine staubarme Entsorgung des Filters. 
  • Staubklasse H: Der Abscheidegrad liegt bei über 99,995 Prozent. Diese Filter werden in Industriesaugern verbaut, die für hoch gefährliche Stäube zum Einsatz kommen. Diese entstehen, wenn Du mit gefährlichen und krebserregenden Stoffen wie Schimmelsporen, Bleistaub und Asbeststaub zu tun hast. Auch hier ist auf eine staubfreie Filterentsorgung  zu achten. 

Falls Du nach einem Industriesauger für die gewerbliche oder industrielle Nutzung suchst, orientiere Dich bitte immer an der gültigen Norm EN 60335-2-69 und frage im Zweifelsfall einen Fachmann um Rat. 

Wann ist ein Industriesauger der Staubklasse L empfehlenswert?

Industriesauger Staubklasse L

Die Staubklasse L lässt sich auch wunderbar in der Wohnung benutzen. Vor Allem Allergiker können von so einem Modell profitieren!

Die Staubklasse L umfasst alle Stäube, die als lediglich leicht gefährlich eingestuft werden. Das gilt für Stäube, die aus Kalk, Gips oder Glimmer entstehen. Bei Industriesaugern dieser Staubklasse wird nicht die Luftgeschwindigkeit gemessen. Zudem gibt es keine erhöhten Ansprüche an die Filtersysteme oder die Entsorgung der Filter. 

Der Staub dieser Klasse L kann leicht vom Industriesauger aufgenommen werden, denn er ist sehr grobkörnig. Deshalb werden derartige Industriestabsauger auch gerne im Privathaushalt eingesetzt. Sie lassen sich einfach handhaben und die Entsorgung gestaltet sich unkompliziert. 

Gerade Allergiker profitieren von Industriesaugern der Staubklasse L, weil sie auch Hausstaub gut aufnehmen. Wenn Du unter einer allergischen Atemwegserkrankung leidest, bist Du mit einem qualitativen Industriesauger der Klasse L gut beraten. Ein solches Gerät kann Deine Gesundheit und Lebensqualität maßgeblich verbessern. 

Staubklasse M: für Arbeiten mit Metallen und Holz gedacht 

Damit ein Industriesauger der Staubklasse M zugeordnet werden kann, müssen bereits größere Vorkehrungen getroffen werden. So ist beispielsweise eine Messung der Luftgeschwindigkeit erforderlich. Außerdem muss eine staubarme Filterentsorgung sichergestellt werden. Zur Staubklasse M gehören beispielsweise Stäube, die bei der Bearbeitung von Mangan, Kupfer oder Holz entstehen. Sie stellen eine mittlere Gesundheitsgefährdung dar, weshalb die korrekte Filterung von höherer Bedeutung ist als bei Staubklasse L. 

Insbesondere Holz- und Metallstaub kann von Industriestaubsaugern der Staubklasse M sicher aufgenommen werden. Diese Geräte werden deshalb in erster Linie im gewerblichen Bereich genutzt – beispielsweise in einer Schreinerei. Hier nimmt der Sauger die teils feinen Metall- und Holzpartikel auf und kann für eine sichere Entsorgung dieser garantieren. So werden die Arbeitnehmer der Schreinerei deutlich weniger gesundheitlich belastet. 

Gesundheitsgefährliche Stäube? Industriesauger der Staubklasse H erforderlich

Wann immer Du mit stark gesundheitsgefährdenden Stoffen zu tun hast, muss ein Industriesauger der Staubklasse H verwendet werden. Das gilt zum Beispiel, wenn bei der Bearbeitung krebserregende Stäube entstehen. Aber auch Stäube, die mit Bakterien, Keimen oder anderen Erregern kontaminiert sind, erfordern eine Nutzung von Filtern der Staubklasse H. Für Beton-, Blei-, Formaldehyd-, Kobalt- und Schimmelstaub sind ebenfalls Industriesauger der Klasse H einzusetzen. Hierbei muss eine staubfreie Entsorgung ebenso garantiert werden wie eine Messung der Luftgeschwindigkeit. Zudem sind höchste Standards bei den Filtersystemen zu berücksichtigen. 

Einsatzbereiche für Industriesauger der Klasse H sind vor allem Unternehmen, die im produzierenden Gewerbe tätig sind. In solchen Betrieben entsteht sehr viel Industriestaub, der mit einer potenziellen Gesundheitsgefährdung einhergeht. Dieser sollte daher direkt von Industriesaugern der Staubklasse H aufgenommen werden. Manche Stoffe wie etwa Asbest können aber einen noch höheren Sicherheitsstandard erfordern, sodass dafür ganz spezielle Geräte eingesetzt werden müssen. 

Tipp: Erfahre hier, welche Industriesauger sich auch für Asche eignen.

Fazit: Staubklasse bei Industriesaugern immer dem Einsatzbereich entsprechend wählen

Industriesauger Einsatzzweck

Welche Staubklasse ein Industriesauger haben sollte, längt vom geplanten Einsatzzweck ab.

Alles in allem stellen wir fest, dass der Industriestaubsauger immer seiner Staubklasse und dem Einsatzbereich entsprechend gewählt werden muss. Für private Haushalte reicht die Staubklasse L in aller Regel vollkommen aus. Die Staubpartikel, die in dieser Umgebung entstehen, können von einem Sauger der Klasse L effektiv und sicher gefiltert werden. Auch Allergiker treffen mit einem hochwertigen Industriesauger der Staubklasse L eine gute Wahl. Als Allergiker solltest Du aber auf jeden Fall darauf achten, dass der Sauger über einen HEPA-Filter verfügt. Dieser hat eine besonders gute Filterwirkung und kann auch Feinstaub und andere Stoffe aus der Luft filtern, die allergieauslösend sein können – wie etwa Pollen oder Milbenkot. 

In kleineren Betrieben, in denen größere Staubmengen anfallen, sind hingegen Industriesauger der Staubklasse M zu bevorzugen. Dazu gehören zum Beispiel Fliesenbetriebe oder Schreinereien. Durch die spezielle Filtertechnologie der Geräte aus der Staubklasse M wird eine erhöhte Kontrolle und Sicherheit ermöglicht, die im gewerblichen Umfeld von Vorteil ist. In der Tat verfügen die meisten Industriesauger aus meinem Vergleich über Filter der Klasse L oder M und eignen sich somit für den Heimgebrauch oder den Einsatz in Unternehmen, in denen keine Gefahrenstoffe verarbeitet werden. 

Die Sicherheitssauger der höchsten Staubklasse H werden in aller Regel nur an industriellen Einsatzorten genutzt, die wirklich mit gefährlichen Stoffen arbeiten, sodass ein hervorragender Schutz für die Arbeitnehmer gewährleistet werden muss. Dies gelingt nur mit Industriesaugern der Klasse H, die obendrein regelmäßig gewartet werden müssen, um die Luftgeschwindigkeit und das Filtersystem zu überprüfen und etwaige Fehlfunktionen schnell zu beheben. Nur so können gesundheitliche Beeinträchtigungen der Mitarbeiter vermieden werden. Wichtig zu wissen ist es außerdem, dass viele Industriesauger sowohl für Öl als auch Späne geeignet sind.

Tipp: Selbstreinigende Industriesauger mit Rüttelautomatik können dir auf Dauer viel Arbeit ersparen. Außerdem kannst du dich hier über das zu deinem Industriesauger passende Zubehör informieren.

 


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