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Testberichte: über 200 Staubsauger & Saugroboter auf unserer Teststrecke im Vergleich

Milben bekämpfen – Ergänzungen zum Milbensauger 

Der Gedanke an winzig kleine Spinnentiere im eigenen Zuhause versetzt so manchen in Angst und Schrecken. Tatsächlich kommen Milben aber überall in unserer Umgebung vor. Einige von ihnen sind vergleichsweise harmlos, andere beißen oder übertragen Krankheiten. Zum Glück gehören Hausstaubmilben, die sich in unseren Betten und Polstermöbeln tummeln, zu den harmlosen Vertretern. Lediglich für Allergiker können sie zum Problem werden. Dann ist es wichtig, gezielte Maßnahmen gegen die Staubmilbe zu ergreifen. Der Milbensauger ist hierbei eine wertvolle Hilfe, aber es gibt noch weitere ergänzende Strategien für die Milbenbekämpfung. (Ein Milbensauger eignet sich übrigens auch zusätzlich für die Bekämpfung von Flöhen und Bettwanzen).

Milben bekämpfen Tipps und Tricks

Was sind Milben und welche Milbenarten gibt es? 

Milben zählen zu den achtbeinigen Spinnentieren. Es gibt viele verschiedene Arten. Die meisten sind sehr klein und mit bloßem Auge nicht sichtbar. Zum Teil leben Milben in friedlicher Koexistenz mit uns Menschen. Das Ungeziefer kann aber auch beißen und stechen. Die Stiche führen zu Rötungen, Juckreiz und Schmerzen. Unter Umständen werden durch die Bisse der Milben auch Krankheiten ausgelöst oder übertragen. Bekannte Vertreter der Milben sind zum Beispiel:

  • Krätzmilben (Grabmilben): als Auslöser für Krätze bekannt
  • Grasmilben (Erntemilben oder Herbstmilben): führen zu juckenden Bissen 
  • Haarbalgmilben: besiedeln das Gesicht und führen unter Umständen zu Hauterkrankungen 
  • Zecken: können gefährliche Krankheiten übertragen 
  • Vogelmilben: vor allem im Gefieder von Hühnern und im Hühnerstall ein Problem 

In diesem Artikel steht aber die Hausstaubmilbe im Vordergrund. 

Hausstaubmilbe – besonders für Allergiker unangenehm 

Hausmilbe Allergie

Vor allem bei einer Hausmilbenallergie ist die Anschaffung eines Milbensaugers sehr sinnvoll!

Die Hausstaubmilben – auch als Hausmilben oder Bettmilben bezeichnet – kommen in jedem Haushalt vor. Sie sind kleiner als 0,5 Millimeter, sodass Du sie mit dem bloßen Auge nicht erkennen kannst. Das liebste Versteck der Hausstaubmilbe ist das Bett. Dort finden sie den für sie optimalen Lebensraum vor: Das Klima ist warm und feucht und es gibt ausreichend Nahrung in Form menschlicher Hautschuppen. Der Milbenbefall ist daher vor allem an folgenden Orten stark ausgeprägt:

  • Oberbett
  • Matratze
  • Polstermöbel
  • Kopfkissen
  • Bettdecke
  • Kuscheltiere 

Glücklicherweise stechen oder beißen Hausstaubmilben nicht, sodass sie für die meisten Menschen unproblematisch sind. Aber: Sie sind die Ursache für die Hausstauballergie. Der Milbenkot, der von den Milben permanent ausgeschieden wird, enthält allergieauslösende Eiweißbestandteile. Die Ausscheidungen trocknen, zerfallen in kleinste Partikel und verbinden sich mit dem Hausstaub. Die Staubpartikel wirbeln dann durch die Luft. Werden sie eingeatmet, droht bei Allergikern eine unangenehme allergische Reaktion. Es kommt zu geröteten Augen, einer verstopften Nase und einem ausgeprägten Niesreiz. Je mehr Milben es in Deinem Zuhause gibt, desto lästiger werden die Beschwerden. Daher ist es natürlich verständlich, dass Du als Hausstauballergiker auf der Suche nach Maßnahmen bist, mit denen sich Milben bekämpfen lassen. 

Milben bekämpfen und die Hausstaubmilbenallergie lindern: Diese neun Maßnahmen wirken 

Zunächst empfehle ich Dir, einen Milbenstaubsauger mit Klopffunktion, HEPA-Filter und UV-Lampe zu kaufen und diesen regelmäßig einzusetzen. Wähle am besten einen der von mir empfohlenen Milbensauger aus meinem Test. Die Stiftung Warentest hat noch keinen entsprechenden Vergleich durchgeführt und bietet daher keine Orientierung. Saugst Du die Matratze und die Polstermöbel mit dem Milbensauger in häufigen Abständen, hilft das schon gut, das Milbenaufkommen zu reduzieren. Gehe beim Absaugen wie in diesem Artikel beschrieben vor, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Darüber hinaus kannst Du folgende ergänzende Maßnahmen umsetzen, um den Plagegeistern den Kampf anzusagen: 

  1. Verwende Encasings. Dies sind spezielle, allergendichte Schutzbezüge für Deine Matratze. Die Schutzhülle wird über Matratze und Bettzeug gezogen, befindet sich aber unter der Bettwäsche. So entsteht eine milbendichte Barriere: Die Hausstaubmilben bleiben in der Matratze, sodass Du nicht mit dem Milbenkot in Kontakt kommst. Denke daran, den Zwischenbezug mindestens halbjährlich zu waschen. 
  2. Wasche Deine Bettwäsche häufig. Allergiker sollten spätestens alle zwei Wochen – besser noch jede Woche – die Überzüge abziehen und waschen. Reinige sie bei mindestens 60 Grad Celsius in der Waschmaschine, um Milben zuverlässig abzutöten. 
  3. Verzichte darauf, Dein Bett abzudecken. In der Nacht sammelt sich durch das Schwitzen Flüssigkeit in der Matratze und dem Bettzeug. Legst Du nun eine Bettdecke darüber, kann diese nicht entweichen. Die Luftfeuchtigkeit bleibt hoch und bietet perfekte Lebensbedingungen für die kleinen Spinnentiere. Zudem begünstigt das Abdecken des Betts durch die erhöhte Feuchtigkeit in der Matratze die Bildung von Schimmelpilzen. 
  4. Gönne Dir alle fünf bis sieben Jahre eine neue Matratze. Gerade, wenn Deine Allergiebeschwerden sehr ausgeprägt sind, wirst Du nach dem Kauf einer neuen Matratze eine deutliche Abnahme merken. Die Milbenpopulation ist zu Beginn noch niedrig und nimmt dann erst mit der Zeit wieder zu.
  5. Lüfte viel und regelmäßig. Mindestens zweimal am Tag solltest Du das Fenster für fünf Minuten weit öffnen. Das senkt die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit, sodass sich die Milben nicht mehr wohlfühlen und weniger vermehren. 
  6. Greife häufig zum Staubsauger. Wichtig ist nicht nur, dass Du die Matratze regelmäßig absaugst, auch der Rest der Wohnung sollte möglichst staubfrei sein. Sauge daher mindestens zweimal wöchentlich Dein Zuhause. Verwende auch dafür im Idealfall einen speziellen Allergiker-Staubsauger mit HEPA-Filter. 
  7. Setze gelegentlich ein Milbenspray ein. Handelsübliche Milbensprays enthalten Akarizide und tragen dazu bei, dass die Milben absterben. Sprühe Deine Matratze, die Bezüge und vor allem alle nicht waschbaren Textilien alle sechs Wochen mit dem Milbenspray ein. Damit machst Du den kleinen Spinnentieren das Leben wirklich schwer. 
  8. Verzichte in Deiner Wohnung auf Staubfänger. Kuscheltiere, Vorhänge und Teppiche sammeln Staub in größeren Mengen an. Dort tummeln sich dann auch gerne die Milben. Willst Du nicht komplett auf solche Textilien verzichten, solltest Du sie möglichst milbenfrei halten. Das klappt durch häufiges Waschen, den Einsatz von Milbensauger und Milbenspray oder das Einfrieren im Gefrierfach. 
  9. Probiere Hausmittel gegen Milben aus. Viele Allergiker haben gute Erfahrungen mit Teebaumöl oder Essig gesammelt. Solche natürlichen Mittel sind umweltfreundlicher und gesünder als das Milbenspray mit seinen chemischen Wirkstoffen. Sie sind aber auch nicht ganz so effektiv.

Ja, es ist aufwendig und kostenintensiv, gegen die ungebetenen Parasiten in Deinem Zuhause vorzugehen. Der Aufwand lohnt sich aber, denn Deine Beschwerden können dadurch deutlich nachlassen. 

Erfahre hier, wie du den perfekten Staubsaugerbeutel findest.

Milbensauger Milben Bekämpfen

Auch wenn manche Hausmittel gegen Milben helfen ist es so, dass der Milbensauger dennoch eine effektivere Methode der Schädlingsbekämpfung darstellt!

Fazit: Die Kombination aus mehreren Maßnahmen hilft am besten gegen einen starken Befall mit Hausstaubmilben

Ein Milbenstaubsauger allein kann im Kampf gegen Hausstaubmilben noch nicht allzu viel ausrichten. Wichtig ist daher, mehrere Maßnahmen miteinander zu kombinieren. Auf diese Weise kannst Du das Milbenaufkommen in Deiner Wohnung reduzieren und zugleich einer zu starken Vermehrung der Plagegeister vorbeugen. 

Unternimmst Du schon viel gegen Milben in Deinem Zuhause und hast trotzdem mit starken allergischen Reaktionen zu kämpfen? Dann lohnt es sich, Deinen Arzt zu konsultieren. Es gibt spezielle Medikamente, welche Deine Symptome lindern können. Vielleicht ist auch eine Hyposensibilisierung möglich, die Deine Allergie langfristig bessert.

Hier kommst du zu einer Übersicht der Staubsaugertypen.


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