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Testberichte: über 450 Staubsauger & Saugroboter auf unserer Teststrecke im Vergleich

Ecovacs X2 Omni

(4.5 / 5 bei 1864 Stimmen)

550,00 € 1.399,00 €

inkl. gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 13. April 2024 05:09
Preisverlauf
Hersteller
Staubsauger Typ,
Beutellos
Hartbodentest bestanden
Teppichtest bestanden
ideal für Haustiere
HEPA Filter vorhanden
Saugleistung (Watt)96 Watt
Saugleistung (Pa)8000 Pa
Betriebsgeräusch (dB)65 dB
EnergieeffizienzA

Ecovacs X2 Omni im Test: quadratischer Saug- und Wischroboter mit multifunktionaler Reinigungsstation

Schon seit Jahren ist Ecovacs einer der führenden Hersteller in puncto autonome Reinigungsroboter. Herausragend ist dabei vor allem die X1-Serie. Der Deebot X2 Omni ist nun das neue Flaggschiff von Ecovacs und ein Highlight unter den Saug- und Wischrobotern. Ich habe das innovative Gerät im Test genau unter die Lupe genommen und kann jetzt schon verraten: Der Ecovacs X2 Omni überzeugt auf vielen Ebenen, hat aber auch ein paar Schwächen. Auffällig ist zunächst das markante, eckige Design des X2 Omni. Damit hebt er sich definitiv von der Konkurrenz ab. Die quadratische Form soll dazu beitragen, dass er besser entlang der Kanten und in den Ecken Deines Zuhauses reinigt.

Aber das ist längst nicht alles, was der X2 Omni zu bieten hat. Die äußerst hohe Saugleistung von 8000 Pascal, die ordentlichen Wischergebnisse und die moderne Navigation sprechen ebenfalls für dieses Gerät. In meinem Test zeigte sich schnell, dass der X2 Omni von Ecovacs hervorragende Reinigungsergebnisse erzielt. Er ist in der Lage, Objekte in seinem Weg intelligent zu erkennen und zu umfahren. Doch selbstverständlich gibt es auch ein paar kleine Einschränkungen, die Du vor dem Kauf kennen solltest. Der Roboter verwendet beispielsweise kein Reinigungsmittel. Weiterhin vermisste ich im Test Park- oder Ausfahrfunktionen für die Wischmopps.

Natürlich ist der Ecovacs X2 Omni alles andere als preiswert. Der Kauf will also gut überlegt sein. In diesem Testbericht setze ich mich genauer mit dem Deebot X2 Omni von Ecovacs auseinander. Hier bekommst Du alle Informationen für eine fundierte Kaufentscheidung. Fest steht jedoch schon jetzt: Falls höhere Kosten für einen Saug- und Wischroboter kein Problem für Dich sind, ist der Ecovacs X2 Omni interessant!

Die Spezifikationen des Ecovacs X2 Omni auf einen Blick

Der Ecovacs X2 Omni sieht nicht nur gut aus – er hat auch ordentlich etwas unter der Haube. Schauen wir uns als Erstes die technischen Spezifikationen und besonderen Features genauer an:

  • Saugkraft: 8000 Pascal
  • Abmessungen Roboter: 320 × 353 × 95 Zentimeter
  • Gewicht Roboter: 5 Kilogramm
  • Größe Reinigungsstation: 42 × 41 × 52 Zentimeter
  • Gewicht Dockingstation: 11 Kilogramm
  • Volumen Filterbeutel in Station: drei Liter
  • Größe Staubbehälter im Roboter: 420 Milliliter
  • Fassungsvermögen Wassertank: 180 Milliliter
  • Lautstärke im Betrieb: rund 65 Dezibel
  • Akku: Lithium-Ionen-Akku mit 6.400 Milliamperestunden
  • Laufzeit: bis zu 186 Minuten
  • Ladezeit: maximal fünfeinhalb Stunden
  • Navigation via Semi Solid State LiDAR
  • automatische Teppicherkennung
  • unterstützt Alexa und Google Assistant

Der Funktionsumfang ist wirklich vielfältig und die Leistung definitiv vielversprechend. Geeignet ist der Robotersauger laut Hersteller für Fliesen, Hartholzböden, Parkett, Laminat und Teppich. Ich war richtig gespannt auf den Praxistest mit dem Ecovacs X2 Omni.

Lieferumfang – erneut etwas enttäuschend

Der Saug- und Wischroboter von Ecovacs kam wie immer sicher verpackt bei mir an. Als ich den Karton geöffnet und alles ausgepackt habe, war ich jedoch leicht enttäuscht. Der Lieferumfang war wieder einmal spärlich. Ich sage „wieder einmal“, weil ich es von Ecovacs im Prinzip schon so kenne. Meist spendiert dieser Hersteller keine Extras, sondern nur, was Du wirklich unmittelbar brauchst. In diesem Fall lagen der Lieferung folgende Dinge bei:

  • Roboter
  • Ladestation
  • Seitenbürste
  • Staubbeutel
  • Wischplatte
  • zwei Wischtücher
  • Benutzerhandbuch

Die beiliegende Seitenbürste ist dabei nicht etwa eine Ersatzbürste, sondern jene, die Du sofort am Gerät anbringen musst. Auch die beiden Wischmopps und der Staubbeutel werden unmittelbar benötigt. Es handelt es sich hierbei also nicht wirklich um Zubehör. Zumindest ist der Staubbeutel aber schon in der Station installiert. Dennoch wäre es doch wünschenswert, wenn Ecovacs wenigstens einen Staubbeutel und zwei weitere Wischtücher spendiert hätte. Der Roboter kostet immerhin um die 1300 Euro und ist somit alles andere als preiswert.

Was kann die Reinigungsstation?

Die Reinigungsstation des Ecovacs X2 Omni bringt ihre vom Vorgänger gewohnte fortschrittliche Technologie mit. Sie ist mit einem geräumigen Staubbeutel ausgestattet, der ein Fassungsvermögen von 3 Litern hat. Außerdem gibt es getrennte Tanks für Schmutz- und Frischwasser. Allerdings fällt hier auch eine Besonderheit auf: Die Station hat keinen zusätzlichen Platz für ein Reinigungsmittel. Das heißt, dass der Roboter beim Wischen ausschließlich Wasser verwendet. Das finde ich ehrlich gesagt etwas schade, lassen sich doch mit einem Reinigungsmittel die Wischergebnisse meist noch einmal verbessern.

Die Leistung der Reinigungsstation ist aber herausragend. Mit einer Saugkraft von sage und schreibe 27.000 Pascal saugt sie den Staubbehälter des Roboters nach der Reinigung effizient aus. Ein weiteres Feature, das ich schon bei anderen Reinigungsrobotern zu schätzen gelernt habe: Die Station reinigt die Wischmopps gründlich mit heißem Wasser. Sie erhitzt das Wasser auf 55 Grad Celsius, sodass Du Dich um die Moppwäsche nicht selbst kümmern musst. Im Anschluss trocknet die Dockingstation die Mopps sogar noch zuverlässig.

Meiner Meinung nach erweist sich die Reinigungsstation des Ecovacs X2 Omni als leistungsstarke Ergänzung zu diesem Saug- und Wischroboter. Sie trägt dazu bei, die Reinigungsaufgaben effizient und gründlich zu bewältigen und nimmt Dir viel Arbeit ab. Sie ist eine tolle Kombination aus fortschrittlicher Technologie und moderner Optik.

Design, Verarbeitung und Inbetriebnahme im Test

Auf dem Papier erweckt der Ecovacs X2 Omni einen hochwertigen und funktionalen Eindruck. Nun wird es Zeit, den Reinigungsroboter im Praxistest genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach dem Auspacken konzentrierte ich mich zunächst auf das Design, die Qualität und die ersten Schritte für die Inbetriebnahme. Auch hier punktete der Ecovacs X2 Omni auf ganzer Linie.

Der X2 Omni kommt mit einem bemerkenswerten Design

Zuallererst lohnt sich ein Blick auf das außergewöhnliche Design des Deebot X2 Omni. Ecovacs hat sich bei diesem Modell bewusst gegen die üblicherweise runde Formgebung entschieden. Stattdessen wählte der Hersteller ein markantes, eckiges Design. Dieser innovative Schritt soll dem Saugroboter einen Vorteil verschaffen: Laut Hersteller kann er sich dadurch besser entlang von Fußleisten bewegen und in Ecken effizienter reinigen.

Weiterhin fällt auf, dass der herkömmliche LiDAR-Turm-Aufbau auf der Oberseite fehlt. Hier befindet sich ja normalerweise die Lasernavigation. Beim Ecovacs X2 Omni ist der LiDAR-Sensor aber in der vorderen, linken Ecke. Auch dafür gibt es einen sinnvollen Grund: So ist eine flache Bauweise von nur 9,5 Zentimetern möglich. Damit kann der Roboter unter Möbel gelangen, die andere Saugroboter nicht erreichen. Mit seiner Breite von 32 Zentimetern ist er überdies schmaler als sein Vorgänger. Das zeigte sich in der Praxis ebenfalls als Vorteil. Dadurch kann er sich leichter zwischen Stuhlbeinen und anderen Hindernissen bewegen.

Die obere Abdeckung des X2 Omni erinnert sehr an das Design des Deebot X1 Omni. Diese Abdeckung haftet magnetisch. Du kannst sie leicht abnehmen, wenn Du Zugang zu Staubbehälter, Ein- und Ausschalter oder dem WLAN-Reset-Knopf brauchst. In der Regel wirst Du diese Abdeckung aber nicht oft entfernen müssen – höchstens, um den Staubbehälter-Filter zu wechseln.

Neben dem LiDAR-Sensor verfügt der Roboter über ein doppeltes Kamerasystem an der Front. Dieses dient sowohl zur Hinderniserkennung als auch zur Überwachung. Allerdings fehlt hier noch eine LED-Unterstützung für dunkle Bereiche oder für nächtliche Reinigungsarbeiten, wie sie manche Konkurrenzmodelle bieten.

Auf der Unterseite des X2 Omni findest Du eine Seitenbürste und die Hauptwalze, die aus Gummi gefertigt ist. Im Gegensatz zu einigen anderen Modellen, verfügt diese Walze nicht über eine Hebefunktion. Allerdings hat Ecovacs die Walze auf 20 Zentimeter verbreitert. Zum Vergleich: Beim Vorgänger waren es lediglich 16,8 Zentimeter seines Vorgängers. Was mir etwas fehlt, ist ein modernes Doppelwalzensystem, wie ich es beispielsweise von Roborock kenne.

Am hinteren Ende des Roboters liegen die zwei rotierenden Wischmopps. Diese kann der Roboter um 15 Millimeter anheben. Beim Wischen drehen sie sich mit einer Geschwindigkeit von 135 Umdrehungen pro Minute. Weiterhin üben sie einen Druck von 6 Newton auf den Boden aus, um eine gründliche Reinigung zu gewährleisten.

Wie bei Saugrobotern üblich, sind rund um das Gerät zahlreiche Sensoren angebracht. Sie dienen dazu, Kollisionen mit Gegenständen zu verhindern und ein versehentliches Herunterfallen von Treppen zu vermeiden. Alles in allem kann ich sagen: Ecovacs hat sich bemüht, das Design des X2 Omni nicht nur optisch ansprechend, sondern auch funktional zu gestalten.

Verarbeitungsqualität: Wie immer gibt es nichts zu meckern

In Bezug auf die Qualität kann ich – wie im Prinzip immer bei der Marke Ecovacsüberhaupt nichts bemängeln. Sowohl der Saugroboter selbst als auch die Reinigungsstation zeigen sich in einer hochwertigen, robusten und durchdachten Verarbeitung. Es wird deutlich, dass Ecovacs über viele Jahre hinweg Erfahrung in der Entwicklung von Saugrobotern sammeln konnte. Diese Expertise spiegelt sich beim Ecovacs X2 Omni in jedem Detail wider.

Inbetriebnahme: Der X2 Omni ist direkt startklar

Die Inbetriebnahme des X2 Omni gestaltet sich unkompliziert und zeitsparend. Schon nach wenigen Handgriffen ist der Saugroboter startklar. Du steckst lediglich die Seitenbürste ein und montierst die beiden Wischpads – schon ist das Gerät betriebsbereit. Somit kann der Ecovacs X2 Omni im Prinzip sofort seinen Dienst starten.

Um die Einrichtung komplett abzuschließen, benötigst Du aber die Ecovacs-App und dazu ein kostenloses Benutzerkonto. Anschließend schaltest Du das Gerät ein und scannst den QR-Code, der sich unter der oberen Abdeckung verbirgt. In Handumdrehen integrierst Du den X2 Omni auf diese Weise in Dein heimisches WLAN-Netzwerk.

Sollte ein Softwareupdate verfügbar sein, wirst Du informiert und kannst es direkt installieren. Jetzt steht dem Start Deines neuen Saugroboters nichts mehr im Wege. Mit dieser unkomplizierten Inbetriebnahme beweist der Hersteller Ecovacs erneut, dass Benutzerfreundlichkeit zu seinen obersten Prioritäten gehört.

Unzählige Einstellungen für den X2 Omni dank Ecovacs App

Der Deebot X2 Omni bietet Dir natürlich die Möglichkeit der Steuerung über die Ecovacs App. Diese hat sich bei mir im Test als rundum praktisch erwiesen. Sobald Du den Roboter startest, erstellt er eine Karte Deiner Räume. Diese Karte kannst Du Dir anschließend in der App anschauen. Sie ist zwar nicht ganz so detailliert, wie ich es von einigen Konkurrenten kenne, aber es reicht allemal. Sie liefert genaue Informationen Deiner Räumlichkeiten. Du kannst die Karte bearbeiten oder für die Planung der Reinigung nutzen. So lassen sich zum Beispiel spezifische Bereiche zum Saugen oder Wischen markieren oder Sperrzonen festlegen.

 

Ich empfehle Dir, nach der ersten Kartierungsfahrt einen Blick in die App zu werfen. Je nach Raumgröße und Deinen individuellen Anforderungen kannst Du Räume teilen, zusammenführen oder virtuelle Grenzen ziehen. So lässt sich die Reinigung gezielt nach Deinen Wünschen steuern. Generell bietet die Ecovacs App eine breite Palette an Möglichkeiten, um die Reinigung zu personalisieren:

  1. Du kannst sämtliche Funktionen der Reinigungsstation aus der Ferne steuern.
  2. Es lassen sich individuelle Reinigungspläne
  3. Es ist möglich, den Reinigungsmodus festzulegen. Entscheide, ob der Roboter nur wischen, nur saugen, saugen und wischen oder nach dem Saugen noch wischen soll.
  4. Du kannst die Saugkraft und die Wasserzufuhr an Deine Bedürfnisse und Bodenbeläge anpassen.
  5. Es besteht die Möglichkeit, den Roboter zur Zwischenabsaugung zur Station zurückzuschicken. Das ist eine sehr praktische Funktion, wenn bei Dir daheim viel Schmutz anfällt, etwa weil Du Haustiere hast.
  6. Die Überwachungskamera des Roboters lässt sich via App aktivieren und steuern. Du kannst den Roboter dabei per Joystick manuell navigieren, Kontrolltouren durch die Wohnung durchführen oder Sprachanrufe initiieren. Nutze dies, um Durchsagen zu machen oder die Geräusche aus Deiner Wohnung zu hören.

Eine Neuerung stellt der verstärkte Fokus auf die vollautomatische Steuerung des Roboters dar. Es gibt den Modus„All Intelligent Hosting“, der Dich von sämtlichen manuellen Konfigurationen in der App befreit. Wählst Du diesen Modus, übernimmt die Software diese Aufgabe für Dich. Dabei wählt die App die Einstellungen automatisch. Hierfür nutzt sie Informationen zu Raumkategorien, Bodenbelägen, früheren Reinigungsvorgängen und erkannten Hindernissen.

In der App hast Du auch die Option, Schnellwahltasten individuell zu belegen. Diese sind gut sichtbar im Hauptmenü der App angeordnet. Ich mag diese Funktion, denn die Schnellwahltasten vereinfachen das Anlegen einer Putzroutine für die verschiedenen Bereiche Deiner Wohnung. Ich habe zum Beispiel eine Schnellwahltaste genutzt, um nach den Mahlzeiten die Küche und das Esszimmer reinigen zu lassen. Eines muss ich ganz klar sagen: In puncto Benutzerfreundlichkeit hat Ecovacs bei der App noch einmal deutlich nachgebessert. Die Software ist jetzt auch für Einsteiger viel leichter verständlich und erfordert keine lange Einarbeitungszeit mehr. Wer will, kann die Reinigung im Detail auf seine Bedürfnisse anpassen. Wer das nicht möchte, kann aber auch darauf verzichten und das „All Intelligent Hosting“ nutzen.

Die neue Yiko-Sprachsteuerung: interessant, aber noch nicht ausgereift

Die Yiko-Sprachsteuerung in Version 2.0 soll eine noch einfachere mündliche Bedienung des Saugroboters ermöglichen. Das klingt vielversprechend, denn nicht immer ist die App zur Hand. Die Sprachsteuerung wurde bereits im Ecovacs X1 sowie im T20 verwendet und leistete hier einen guten Dienst. Denn: Sie konnte von Anfang an mehr als Google Assistant, Siri und Alexa. Sie ermöglichte es beispielsweise, den Roboter in mehrere Räume nacheinander zu schicken oder gezielt unter Möbeln reinigen zu lassen.

Mit der neuesten Version hat Yiko noch mehr gelernt. Die Sprachassistenz kann Konversationen mit Folgebefehlen bewältigen. Auch kombinierte Kommandos mit Informationen zu verschiedenen Räumen und Befehle zu den Betriebseinstellungen sind jetzt möglich. Für eine präzise Steuerung des Roboters sagst Du „30 Grad nach rechts“ oder „zwei Meter voraus“. Der Hersteller verspricht überdies, dass Yiko Befehle sogar offline verarbeiten kann. Eine Cloud-Verbindung ist nicht mehr zwingend notwendig.

Im Praxistest schwächelte Yiko 2.0 allerdings hier und da. Meiner Meinung nach hat sich das Sprachverständnis eher verschlechtert als verbessert. Dafür versteht Yiko jetzt wieder den Befehl „Komm her und reinige hier“. Denn: Der Roboter hat drei Mikrofone und kann damit die Richtung Deiner Stimme orten. Das hat im Test wirklich gut geklappt. Leider musste ich häufig erst mehrfach rufen, bis Yiko den Befehl verstanden und der Roboter reagiert hat. Wenn überhaupt.

Etwas enttäuscht war ich von der vom Hersteller versprochenen Offline-Bedienung. Ist das Internet weg, versteht Yiko nur noch englisch. Es werden zudem nur wenige Befehle akzeptiert, wie etwa:

  • Beginne die Reinigung
  • Kehre zurück zur Ladestation

Positiv anzumerken ist, dass sich die neue Yiko komplett ausschalten lässt. Im Test kam es nicht vor, dass sie sich versehentlich doch aktivierte oder darauf hinwies, dass sie ausgeschaltet ist.

Intelligente Navigation mit kleineren Schwächen

Die Navigation des Deebot X2 Omni ist im Großen und Ganzen zuverlässig, weist aber ein paar kleinere Schwächen auf. Wie die meisten Modelle der aktuellen Oberklasse hat auch der X2 Laser-Sensoren und eine intelligente Kartensoftware. Damit kann er sich systematisch durch den Raum bewegen. Anders als seine Vorgängermodelle verwendet der X2 gleich zwei LiDAR-Sensoren. So ist eine höhere Abtastrate möglich, wodurch der Robotersauger schnell auf etwaige Veränderungen in seinem Umfeld reagieren soll. Meine Erfahrungen mit dem X2 Omni zeigen aber, dass das in der Praxis nicht 100-prozentig nach Wunsch verläuft.

Auf freien Flächen ist der Ecovacs Deebot X2 Omni sehr zielgerichtet unterwegs. Allerdings sorgten im Test schmale Bereiche zwischen der Wand und einem Möbelstück für Verwirrung. Immer wieder stieß der Roboter gegen das Hindernis und fuhr zurück. Die Engstellen bewältigte er wirklich nur durch permanentes Fahren und Anhalten. Das habe ich bei anderen Saugrobotern der aktuellen Generation wirklich schon deutlich eleganter gesehen. Manchmal hatte ich den Eindruck, dass der X2 Omni gar nicht weiß, dass er nicht rund, sondern eckig ist. Das wirkt sich natürlich nachteilig auf die Navigation und das Reinigungstempo aus. Einige Quadratzentimeter der Fläche und kleine Nischen hat der Roboter bei der Reinigung sogar komplett weggelassen. Sie blieben schmutzig. Schade!

Ein Versprechen hat der X2 Omni aber erfüllt: Er blieb im Test nicht einmal irgendwo stecken, obwohl das wegen seines eckigen Designs ja zu erwarten gewesen wäre. Einen Ausweg fand er bei mir immer. Eigentlich soll er die Kanten ja präziser abfahren, aber auch das funktionierte nicht ganz zu meiner Zufriedenheit. Der Wendekreis des X2 Omni ist relativ groß, sodass er manche Ecken nicht mit putzt. Hier hält das eckige Design definitiv nicht, was der Hersteller verspricht.

Und wie sieht es mit der Hinderniserkennung aus? Den Weg vor sich behält der Roboter mit einer Farbkamera und zwei Kreuzlasern im Auge. Erkennt er so ein Hindernis, weicht der X2 Omni aus. Das hat im Test gut funktioniert – ähnlich wie beim Vorgänger X1. Kabel, Socken, Hausschuhe und Legofiguren weicht der Saugroboter bei mir im Test zuverlässig aus. Auch die Hundekotattrappe, die ich gerne mal platziere, umrundete der X2 Omni ohne Berührung. Lediglich ein paar winzige Playmobilfiguren meiner Kinder erkannte der Saug- und Wischroboter nicht. Er schob sie eine Weile vor sich her, saugte sie aber nicht auf. Insgesamt empfinde ich die Hinderniserkennung als super, aber die Navigation im Allgemeinen ist noch verbesserungswürdig.

Top Saugergebnis: der X2 Omni gehört zu den aktuell saugstärksten Robotern im Test

Der Deebot X2 Omni kann auf jeden Fall mit einem herausragenden Saugergebnis aufwarten. Meiner Meinung nach zählt er zu den derzeit saugstärksten Robotern auf dem Markt. Die Saugkraft von 8000 Pascal lässt natürlich in dieser Hinsicht auch nichts anderes erwarten. Umso akribischer habe ich den Robotersauger im Saugtest auf Herz und Nieren getestet. Folgenden Schmutzmix legte ich auf meiner Teststrecke aus:

  • Katzenstreu
  • Holzspäne
  • Reis
  • Haferflocken

Insgesamt 100 Gramm verteilte ich auf meinem Holzboden. Tatsächlich gelang es dem Roboter, 96 Gramm Schmutzaufzunehmen. Das ist ein richtiges Spitzenergebnis! Sofern die Sensoren am X2 Omni starke Verschmutzungen oder Teppichböden erkennen, reguliert er seine Saugkraft automatisch nach oben. Dementsprechend war die Reinigungsleistung auch auf Teppichböden im Test hervorragend. Er nahm Hundehaare und Krümel aus den Teppichfasern effektiv auf. Hier war er deutlich besser als der ebenfalls von mir getestete Ecovacs T20 Omni.

Aufgrund der teilweise ratlosen Navigation und dem fehlenden 360-Grad-Rundumblick durch einen Laserturm bleibt dennoch manchmal Schmutz zurück. Das liegt dann einfach daran, dass er eben nicht alle Kanten und Ecken abfährt. Gerade an Fußleisten entlang oder in Engstellen ist die Reinigungsleistung spürbar geringer. Das ist natürlich schade, denn eigentlich ist die Saugleistung des Roboters wirklich top. Lediglich bei der Navigation müsste der Hersteller nachbessern.

Leistung und Grenzen der Wischfunktion beim Ecovacs X2 Omni

Die Wischfunktion des Ecovacs X2 Omni erzielt solide Ergebnisse. Beim Wischen setzt er auf die bereits bekannte OZMO-Turbo-Technologie. Über die App kannst Du den Wischmodus einstellen, um den Boden beispielsweise intensiv schrubben zu lassen.

Ich habe die Erfahrung  gemacht, dass der Roboter beim Wischen effektiv Schmutz und Flecken entfernt. Ob frischer Apfelsaft, Ketchup oder eingetrocknete Kaffeeflecken: Er beseitigte fast alles rückstandslos. Genau wie der Ecovacs T20 hat auch der X2 Omni keinen eigenen Wassertank. Somit kehrt er alle paar Minuten zur Station zurück. Dort reinigt er die Mopps und befeuchtet sie neu. Auf diese Weise hält er den Boden permanent feucht und putzt stets mit sauberen Wischtüchern.

Allerdings wird der X2 Omni auch beim Wischen durch seine nicht ganz perfekte Navigation und die eckige Bauweise eingeschränkt. Er gelangt einfach nicht so gut in alle Ecken. Auch an den Fußleisten bleibt ein schmaler Rand übrig, den der Roboter nicht wischt. Damit das möglich wäre, müsste er seine Wischmopps ausschwenkenkönnen. Das ist aber leider nicht vorgesehen. Wenn Du mit dieser kleinen Einschränkung leben kannst, wird Dich die tolle Wischfunktion des X2 Omni aber gewiss zufriedenstellen.

Wie lange hält der Akku beim X2 Omni durch?

Die Akkulaufzeit des Ecovacs Deebot X2 Omni variiert je nach den von Dir gewählten Reinigungseinstellungen. Der Akku mit seiner Akkukapazität von 6.400 mAh stellt eine solide Energiequelle dar. Wie lange der Akku durchhält, hängt aber natürlich von der aktuellen Saugstufe ab.

Wählst Du die höchste Saugstufe mit 8.000 Pascal, schafft der X2 Omni wahrscheinlich eher nicht den gesamten Reinigungsvorgang ohne Unterbrechung. In meinem Test hatte das Gerät nach 40 Minuten einen Restladestand von 15 Prozent. Daher war zunächst eine Ladepause notwendig. Dadurch verzögert sich natürlich die Fertigstellung der Reinigung, aber ich kann damit gut leben.

Nutzt Du die mittleren Saug- und Wischstufen, ist die Akkulaufzeit wirklich erstaunlich lang. Nach einer Reinigungsfahrt von einer Stunde betrug die Akkukapazität bei mir im Test immer noch 65 Prozent. Auf der mittleren Reinigungsstufe zeigt der X2 Omni also ein extremes Durchhaltevermögen.

Allerdings war der Roboter dabei auch recht langsam und reinigte gerade einmal 35 Quadratmeter in der Stunde. Gleichwohl bin ich mit der Akkulaufzeit zufrieden. Kommt es Dir nicht unbedingt auf Schnelligkeit an und brauchst Du nicht permanent die höchste Stufe? Dann enttäuscht Dich der X2 Omni in dieser Hinsicht garantiert nicht.

Ecovacs X2 Omni versus Ecovacs T20: welches Gerät für wen?

Da ich kürzlich auch den Ecovacs T20 Omni testen durfte, lohnt es sich, hier beide Modelle miteinander zu vergleichen. Beide Saug- und Wischroboter sind innovativ ausgestattet und beeindrucken mit ihren multifunktionalen Reinigungsstationen.

Unterschiede gibt es beim Design: Der T20 Omni ist rund, der X2 Omni eckig. Das runde Design ist meiner Erfahrung nach aber vorteilhafter. Die Navigation klappt beim T20 Omni besser und zuverlässiger als beim X2 Omni. Dafür ist letzterer nicht so hoch, wodurch er auch unter meinem Sofa und anderen niedrigen Möbelstücken reinigt.

Die Saugleistung erhöhte Ecovacs beim X2 Omni auf 8000 Pascal. Der T20 hat lediglich 6000 Pascal und ist wahrlich nicht ganz so saugstark. In puncto Saugergebnis hat der X2 Omni die Nase vorn. Bedenke allerdings, dass er durch seine nicht ganz ausgereifte Navigation an Ecken, Kanten und Engstellen etwas schwächelt.

Dafür ist der Ecovacs T20 beim Wischen etwas besser als der X2 Omni. Das Wischergebnis ist beim T20 einfach grandios. Hier kann der X2 Omni nicht ganz mithalten, weil er Ecken und Kanten teilweise nicht erreicht. Dafür benötigt der X2 Omni eine Stunde weniger zum vollständigen Aufladen des Akkus und ist schneller wieder einsatzbereit.

Du siehst: Beide Robotersauger von Ecovacs sind wahre Topmodelle, was die Entscheidung nicht erleichtert. Liegt Dein Fokus auf einer 100-prozentigen Raumabdeckung bei der Reinigung und einer herausragenden Wischleistung? Dann rate ich eher zum Ecovacs T20 Omni. Er ist auch etwas preiswerter und gerade für Haushalte mit vielen Hartböden eine gute Wahl. Willst Du hingegen eine Top-Saugleistung, weil Du beispielsweise zahlreiche Teppiche und/oder Haustiere hast? In diesem Fall gib lieber 200 Euro mehr aus und entscheide Dich für den Ecovacs X2 Omni. Er ist meiner Meinung nach der saugstärkste Saugroboter, den es derzeit gibt.

Fazit zum Ecovacs X2 Omni Test: Der Saug- und Wischroboter überzeugt trotz kleinerer Kritikpunkte

Nach meinem ausgiebigen Test des Ecovacs Deebot X2 Omni steht fest: Dieser Reinigungsroboter überzeugt auf vielen Ebenen. Beim mehrwöchigen Einsatz fielen mir zahlreiche Vorteile auf:

  • extrem hohe Saugkraft
  • überzeugende Saug- und Wischleistung
  • schmale Bauweise – passt gut unter Möbelstücke
  • multifunktionale Dockingstation
  • ansprechendes Design
  • Wischmopps anhebbar
  • viele Einstellungen für die Reinigung in der App
  • hohe Benutzerfreundlichkeit dank Automatikmodus in der App
  • breite Saugrolle
  • Kabelüberwindung problemlos möglich
  • ordentliche Kameraqualität mit Überwachungsfunktionen

Wenn Du meinen Testbericht aufmerksam gelesen hast, weißt Du aber auch, dass es durchaus ein paar Nachteilegibt:

  • die Navigation nicht ausgereift
  • das eckige Design erweist sich eher als negativ
  • Ecken und Kanten werden nicht so sauber wie erhofft
  • Anschaffungskosten sind hoch
  • recht laut im Betrieb
  • Yiko versteht Sprachbefehle nicht immer zuverlässig
  • Wischen funktioniert nur ohne Reinigungsmittel
  • Parkfunktion für Wischmopps fehlt

Insgesamt ist der Ecovacs X2 Omni sicher eine gute Wahl. Das gilt vor allem, wenn Du auf der Suche nach einem leistungsstarken Saug- und Wischroboter bist. Er erzielt gründliche Reinigungsergebnisse beim Saugen und Wischen, hat aufgrund der eckigen Bauweise aber eben ein paar Navigationsprobleme.

Dafür kenne ich aktuell keinen Saugroboter, der eine höhere Saugkraft bietet. Eine klare Empfehlung kann ich daher aussprechen, wenn Du viele Teppiche in der Wohnung hast. Auch Haustierbesitzer dürften mit dem Modell eine clevere Wahl treffen. Vor allem, wenn höhere Kosten kein Problem sind, ist der X2 Omni eine Überlegung wert. Zudem sollten die kleinen Schwächen bei der Navigation für Dich akzeptabel sein. Trifft beides auf Dich zu? Dann kann ich guten Gewissens eine Kaufempfehlung aussprechen.

Beutellos
Hartbodentest bestanden
Teppichtest bestanden
ideal für Haustiere
HEPA Filter vorhanden
Saugleistung (Watt)96 Watt
Saugleistung (Pa)8000 Pa
Betriebsgeräusch (dB)65 dB
EnergieeffizienzA
Durchfahrthöhe (mm)95 mm
Wischfunktion
Mop / echtes Wischen
Absaugstation
App-Steuerung
Hinderniserkennung
Schwellen- / Steighöhe (in mm)10 mm
Zeitprogrammierung
Zeitprogrammierung im Wochenrhythmus
NavigationsmodusChaotisch
virtuelle Karte
Karte mit Sperrzone
Laufzeit / Ladung (Minuten)186 Minuten
Ladezeit (max. in Min.)330 Minuten
Anpassung an starken Schmutz automatisch
manuelle Spotreinigung
Absturzsicherung
Selbstaufladung
Multiroom / Etage fertigstellen
Fernbedienung enthalten
Staubbehälter Volumen (ml)420 ml
Staubbehälter Füllanzeige

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