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Testberichte: über 200 Staubsauger & Saugroboter auf unserer Teststrecke im Vergleich

roborock S50 Saugroboter S5 mit Wischfunktion

(4.5 / 5 bei 198 Stimmen)

499,99 € 699,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 28. Mai 2020 23:42
Preisverlauf
Hersteller
Staubsauger Typ,
Beutellos
Hartbodentest bestanden
Teppichtest bestanden
HEPA Filter vorhanden
Saugleistung (Watt)58 Watt
Betriebsgeräusch (dB)58 dB
EnergieeffizienzA

Der RoboRock S50 Saug- und Wischroboter ist der Nachfolger des beliebten RoboRock Mi Robot, dieser ist einer der am besten bewerteten Roboter bei Amazon. Bisher haben wir noch keinen Saugroboter dieses Herstellers getestet, waren deshalb besonders neugierig. Ein wenig seltsam sind die unterschiedlichen Namen, die für Verwirrung sorgen. So ist der RoboRock S50 auch unter dem Namen RoboRock S5, Xiaomi RoboRock, RoboRock Sweep One und RoboRock 2 bekannt. Xiaomi ist nicht der Hersteller dieses Gerätes, sondern lediglich der Lizenzgeber. Xiaomi investiert zwar in den Chinesischen Hersteller RoboRock, ist aber nicht an der Produktion beteiligt. So werden Sie auch auf der RoboRock Verpackung keinen Hinweis auf den Namen Xiaomi finden. Sehr verwirrend auf den ersten Blick!

roborock S50 Saugroboter S5 mit Wischfunktion, LDS Navigation und APP-Steuerung, Staubsauger Roboter mit Reinigungs, Teppiche und Hartbödenrouteanzeige und Kartenspeicherung für Tierhaare, Kunststoff - 1

Die technischen Details des RoboRock S50

Der RoboRock S50 ist mit einer deutschen APP steuerbar und auch mit Alexa und Google Assistant kompatibel. Beeidruckt sind wir vorab gesagt schon einmal von der hohen Saugleistung mit 2000 Pa und einer Wattleistung von 58 W. Der Akku hat 5200 mAh und hält bis zu 150 Minuten Dauereinsatz durch, bevor er natürlich selbstständig an die Ladestation fährt. Hier lädt er dann ca. 3,5 Stunden, bis der Akku wieder voll geladen ist. Auch mit einer geringen Geräuschbelastung von 58 dB kann der RoboRock punkten. Aber schauen wir uns in einer Auflistung die technischen Details an:

  • Durchmesser: 35,3 Zentimeter
  • Höhe: 9,65 Zentimeter
  • Gewicht: 3,6 Kilogramm
  • Zeitprogrammierung
  • Laufzeit des Akkus: bis zu 150 Minuten
  • Empfohlen für ca. 125 m²
  • Ladezeit: ca. 3,5 Std.
  • Automatisches Aufladen des Akkus
  • Bedienung via App oder Alexa und Google Assistant
  • Saugleistung: 2000 pa
  • Wattleistung: 58 Watt
  • Akku: 5200 mAh
  • Auffangbehälter: 480 ml
  • Wassertank: 140 ml
  • 4 Reinigungsmodi
  • 4 unterschiedliche Leistungsstufen je nach Reinigungsmodi
  • Teppicherkennung
  • No-Go Areas in der App einstellbar
  • Hinderniserkennung via 13 Sensoren
  • Laserdistanzsensor zur Orientierung
  • Erstellt Karten der Räumlichkeiten
  • Software Updates automatisch
  • Maximale Schwellenhöhe: 1,9 cm (ohne Wischaufsatz)

Erster Eindruck und Lieferumfang

Vorab sei erwähnt, dass der RoboRock S50 in drei ineinander verschachtelten Kartons geliefert wird. Wir sind begeistert, kein unnötiges Styropor oder sonstiges umweltschädlichen Plastik. Auf den ersten Blick unterscheidet sich dieser Roboter nicht groß von seinen ganzen Konkurrenzmodellen97. Er ist rund, hat seinen Laser- Entfernungsmesser auf der Oberfläche in Form einer runden Erhöhung. Der Roboter ist komplett weiß und die Wertigkeit des Gerätes ist auf den ersten Blick hochwertig. Den S50 gibt es in drei unterschiedlichen Farbtönen:

  • Weiß: RoboRock S50
  • Rosegold: RoboRock S50
  • Schwarz: RoboRock S55

Alle Geräte sind absolut baugleich, nur in der Farbe unterscheiden sich die drei Geräte. Warum das schwarze Modell einen anderen Namen bekommen hat, ist für uns nicht nachvollziehbar. Viele Nutzer denken, dass es sich hierbei um den Nachfolger des S50 handelt. Dem ist aber nicht so!

Der Unterschied zwischen dem alten RoboRock Mi Robot und dem neuen RoboRock S50 besteht natürlich hauptsächlich aus der Wischfunktion und dem Laserturm auf der Oberseite .  Die Navigation ist bei unserem Produkttest sehr gut, wie die des RoborRock Mi Robot ist, können wir leider nicht vergleichen.

Der Laserturm kann in Sekunden einen ganzen Raum scannen und intern als Karte aufzeichnen. Auch Entfernungen werden exact ermittelt und Hindernisse in der Karte mit eingezeichnet.

Der Lieferumfang des RoboRock S50

Alles Notwendige und noch etwas mehr, ist im Originalkarton enthalten. Eine Fernbedienung liegt dem RoboRock S50 leider nicht bei. Die Steuerung ist ausschließlich am Gerät selber, per Sprachsteuerung oder per APP möglich. Im Lieferumfang enthalten ist:

  • RoboRock S50 (unser Testgerät in weiß)Saugbehälter
  • Wischmoppaufsatz (der Wassertank ist hier integriert)
  • 2 Microfasertücher
  • 2 x HEPA Filter
  • 4 x Seitenbürsten
  • Ladestation mit Ladekabel (incl. EU-Stecker)
  • Feuchtigkeitsbeständige Bodenplatte
  • Reinigungs-Pinsel mit Klinge (für fest sitzende Haare)
  • Vier Ersatzkapseln (Wasserweiterleitung vom Tank zum Wischtuch)
  • deutsche Bedienungsanleitung (mehrsprachig)

Die feuchtigkeitsbeständige Bodenplatte wird direkt an die Ladestation angeschlossen. Diese sorgt dafür, dass der Roboter nach dem Wischen nicht mit dem feuchten Microfasertuch auf empfindlichen Untergründen stehen bleibt. Denn das feuchte Microfasertuch könnte, bei direktem Kontakt, empfindliche Böden angreifen und aufquellen. Die Idee gefällt uns ausgesprochen gut, so müssen Sie bei vielen anderen Geräten das Microfasertuch immer vor dem Laden beseitigen. Das bedeutet natürlich auch, dass der Roboter immer nur dann Wischen kann, wenn Sie zuhause sind. Dank der feuchtigkeitsbeständigen Bodenplatte ist das bei dem RoboRock S50 nicht der Fall.

Lange Laufzeit und große Reinigungsfläche

Sehr beeindruckend ist die lange Laufzeit des Roboters, denn er schafft in unserem Test knappe 145 Minuten. Um eine solch lange Laufzeit zu garantieren, hat der Hersteller seinem S50 einen Akku mit 5200 mAh verpasst. In dieser Zeit schafft er bei uns 130 m² Fläche in der reinen Saugfunktion. Hierbei fährt er auffallend präzise seine Bahnen, lässt sich fast durch keine Engstelle oder herumliegende Hindernisse von seinem Weg abbringen. Selbst die Füße unserer Schwingstühle übersteigt er problemlos.

Wenn sich der Akku dem Ende neigt, dann fährt der RoboRock S50 natürlich automatisch in die Ladestation. Die neue Ladestation ist sehr klein und hat leider keine Staufläche für das Kabel. Dennoch steht sie sehr sicher, dass liegt auch an der feuchtigkeitsbeständigen Bodenplatte, die mit der Ladestation verbunden ist. Hierdurch ist die Standhaftigkeit natürlich wesentlich höher, als wenn die kleine Ladestation alleine stehen würde.

Was auch beeindruckend ist, der Roboter findet immer auf Anhieb den Weg nach Hause. Selbst dann, wenn die Ladestation sehr eng aufgestellt ist und seitlich wenig Platz ist. Bei vielen Konkurrenzmodellen muss seitlich neben der Ladestation oft viel Platz sein, damit der Roboter den Weg an die Dockingstation findet. Das hat RoboRock besser im Griff. Der RoboRock S50 fährt nicht, wie viele Konkurrenzmodelle hin und her auf der Suche nach der Ladestation.

Firmenupdates sollten in der Ladestation durchgeführt werden, denn je nach Internetgeschwindigkeit kann das schon eine Zeitlang dauern.

Die Wischfunktion ist eher Standard

Da wir schon sehr viele Wischroboter getestet haben, können wir Ihnen vorab schon mal berichten, dass die Wischfunktion des RoboRock S50 nicht mehr, aber auch nicht weniger überzeugen kann, als die Konkurrenzmodelle. Grundsätzlich wird hier auch mit einem Microfasertuch gearbeitet, das auf der Wischplatte mit einem Klettverschluss befestigt wird. Zwei Schaumstoffkapseln befeuchten dann dauerhaft das Wischtuch per Tropfmechanismus. Hierbei dauert es leider ziemlich lange, bis das Wischtuch befeuchtet ist und das Wasser auch auf dem Hartboden ankommt. Kommt das Wasser an, dann wird es sehr gleichmäßig auf das Wischtuch getropft. Die Wassermenge ist gut dosiert und das Tuch wird nicht durchnässt.

Die Wischplatte ist auch gleichzeitig der Wassertank. Leider passt nicht unbedingt viel Wasser in den Tank. 140 ml reichen aber dennoch bei unserem RoboRock S50 Test für ca. 30 m² Reinigungsfläche. Der Wassertank wird hinten in den Roboter hinein geschoben. Auch das ist sehr praktisch gelöst, denn um den Wassertank anzubringen, müssen Sie das Gerät nicht kippen.

Eigentlich soll dieser Sauroboter Teppiche automatisch erkennen, so dass er, ist er in der Wischfunktion unterwegs, diese nicht befährt. Das hat bei unserem Test leider nicht funktioniert. Das bedeutet, dass der S50 auch die Teppiche benässt, und leider auch nur sehr schleppend voran kommt. Logisch, denn das Microfasertuch gleitet natürlich nicht ungehindert über die Teppiche. Dadurch werden manche Stellen des Teppichs sehr feucht, was nicht Sinn der Sache sein sollte. Uns wundert es, denn ist der Roboter nur im Saugmodus unterwegs, dann erkennt er Teppiche ziemlich zuverlässig. Denn die Saugleistung passt er meistens ja auch an, also warum erkennt er die Teppiche nicht in der Wischfunktion?? Einzige Möglichkeit zur Abhilfe wäre hier, die Teppiche beiseite legen, oder No-Go-Areas in der APP einzuzeichnen.

Die Bedienung des des RoboRock S50 und die APP „Mi Home“

Wenn der RoboRock S50 bei Ihnen zuhause ankommt, ist er eigentlich schon startklar, sogar die Seitenbürsten waren bei unserem Gerät schon eingelegt. Also nur noch Ladestation aufbauen und den Roboter für ca. 3 Stunden laden.

Bedienen können Sie den Saug-Wischroboter auf drei unterschiedliche Arten. Zum einen ist da die manuelle Steuerung über die drei vorhandenen Knöpfe auf der Oberfläche. Allerdings sind Sie hier bei den Funktionen stark eingeschränkt. Starten, Stoppen, Spot- Modus und den Roboter in die Ladestation schicken. Weitere Funktionen sind hier nicht möglich.

Sprachsteuerung

Auch hier sind die Befehle nur eingeschränkt. Starten, Stoppen und in die Ladestation zurück schicken. Die Standardsprache auf der APP ist Englisch. Es gibt aber auch die Möglichkeit die Sprache in der APP auf Deutsch umzustellen. Hierzu müssen Sie die APP wie gewohnt öffnen und in den Einstellungen Sprachpakete laden und die deutsche Sprache einstellen. Das funktioniert einfach und ohne Probleme.

Alle Funktionen sind ausschließlich bei Nutzung der APP möglich!

Die Installation der APP „Mi-Home“ ist absolut selbsterklärend, hierauf möchten wir hier nicht nochmals extra eingehen. Es ist in der Bedienungsanleitung ausführlich beschrieben, aber wie gesagt, es ist selbsterklärend. Folgende Funktionen können Sie in der APP nutzen:

  • Saugmodi wählen
  • Saugleistung einstellen
  • Einsehen der erstellten Karteroborock S50 Saugroboter S5 mit Wischfunktion, LDS Navigation und APP-Steuerung, Staubsauger Roboter mit Reinigungs, Teppiche und Hartbödenrouteanzeige und Kartenspeicherung für Tierhaare, Kunststoff - 6
  • Verfolgen, wo sich der Roboter befindet
  • Anzeige wie lange der Roboter schon reinigt
  • Reinigungsdauer, Akkuladezustand und Reinigungsfläche einsehen
  • No-Go Areas in der Karte einzeichnen
  • Reinigungsfläche kennzeichnen
  • Zeitprogrammierung
  • Einstellung der Lautstärke
  • Sprachpakete installieren
  • Informationen erhalten, wann beispielsweise Ersatzteile ausgetauscht werden müssen
  • Roboter orten
  • Bedienungsanleitung
  • Support

Das Herzstück ist die APP

Das Herzstück der APP ist natürlich die Erstellung der Karte, die sehr detailgetreu angezeigt wird. Sogar Stuhl- und Tischbeine zeichnet der RoboRock S50 ein. Sobald der RoboRock seinen ersten Reinigungsdurchlauf beendet hat, können Sie auf die Karte zugreifen und beispielsweise No-Go-Areas einzeichnen. Diese Areas betritt der Roboter zuverlässig nie in unserem Produkttest!. Sehr ordentlich und wahrheitsgetreu wird die Karte erstellt, sogar die unterschiedlichen Räume werden farbig markiert.

Besonders interessant und neu ist die Raum Unterteilung. Eine Karte der Wohnung konnte der Vorgänger auch schone erstellen und diese konnten Sie auch live verfolgen. Jetzt kann er die Karte auch in mehrere Räume unterteilen. Sie können dann dem Roboter sagen, welche Räume er saugen oder auch nass wischen soll. Einfach per Klick den Raum selektieren und auf Reinigen klicken. Die gleiche Funktion kennen wir bereits vom Ozmo 930. Die Räume können Sie auch gezielt bei der Timer-Programmierung nutzen.

Sie können den Roboter bei der Arbeit ständig auf der Karte überwachen, wo er sich befindet, welche Flächen er gereinigt hat und wo er noch hin muss. Gleichzeitig erhalten Sie dauerhaft Informationen über Akku-Zustand, gereinigte Fläche und dafür aufgewendete Zeit. Sie können außerdem in der APP zwischen vier Saugstufen und dem Wischmodus wählen. Soll der Saugroboter nachts saugen, so empfiehlt sich beispielsweise der Modus „Leise“. Hier ist der Roborock S50 natürlich in der niedrigsten Saugleistung unterwegs und schafft damit auch ein weniger hohes Reinigungsergebnis. Im Turbo-Modus ist der Roboter natürlich am gründlichsten unterwegs, hiermit hat er allerdings auch die höchste Geräuschbelastung. Allerdings liegt diese in der höchsten Saugleistung gerade einmal bei 58 dB.

Datenschutz beim RoboRock S50???

Der große Nachteil der APP ist immer noch, dass Sie sich beim Herunterladen der APP registrieren müssen und sehr viele Zugriffsrechte vergeben müssen. Leider weiß man unserer Meinung nach nie, auf welche Daten die APP wirklich zugreift. Ob Sie einem chinesischen Hersteller hierbei vertrauen, müssen Sie für sich entscheiden. Sie können zwar den Roboter auch ohne APP nutzen, aber dann stark eingeschränkt.

Unser TIP: Richten Sie sich auf Ihrem Router ein Gastnetz ein. Denn das Gastnetz ist ein eigenes W-LAN Netz. Die Geräte, die darin angemeldet sind haben keinen Zugriff auf Ihr eigentliches W-Lan Netz.

Nur eine Karte wird gespeichert

Leider kann der RoboRock S50 nicht mehrere Karten auf einmal speichern. Das bedeutet, entweder Erdgeschoss, oder Obergeschoss. Hat der Roboter bei der ersten Fahrt noch nicht alle Räume einer Etage erkannt, dann ergänzt er die vorhandene Karte um das oder die jeweiligen Räume.

Wenn Sie den Roboter auf eine andere Etage tragen, erstellt er eine neue Karte. Die Karte des Erdgeschosses kann dann über das Backup wieder hergestellt werden, aber eine wirkliche Kartenverwaltung ist dies unserer Meinung nach nicht.

Vier Reinigungsstufen stehen zur Auswahl

Folgende Reinigungsmodi stehen Ihnen in der APP zur Verfügung:

  • Leise
  • Standard
  • Stark
  • Max

Testen Sie die Stufen selber aus, je nach Untergrund und Verschmutzungsgrad sollten Sie  zwischen den Modi wechseln. Der Hersteller empfiehlt die unterschiedlichen Modi wie folgt:  Für Teppiche beispielsweise die höchste Saugleistung, Nachts den leise Modus, stark Verschmutzte Hartböden den Starken Modus und leicht verschmutzte Hartböden den Standard Modus. Die angegebene Akkulaufleistung bezieht sich auf die kleinste Saugstufe. Je höher die Saugstufe gewählt wird, desto geringer wird die Laufleistung.

Zeitprogrammierung

Wir können uns einen Saugroboter ohne die Möglichkeit der Programmierung für uns garnicht mehr vorstellen. Es ist einfach praktisch, wenn der Roboter ungefragt zu einer bestimmten Zeit mit der Reinigung beginnt. Selbstverständlich lassen wir den Kleinen immer dann laufen, wenn wir nicht zuhause sind. Das ist äußerst praktisch, denn 1. höhren Sie den Roboter nicht während er arbeitet und 2. ist die Wohnung immer blitzeblank, wenn wir von der Arbeit nach Hause kommen.

Der RoboRock S50 lässt sich zu einer bestimmten Uhrzeit einstellen. Die Tage können Sie ebenfalls einstellen.  Unterschiedliche Zeiten an unterschiedlichen Tagen sind allerdings nicht zu programmieren.

Hindernis- und Absturzsensoren des RoboRock S50

Kommen wir erst einmal zu den Absturzsensoren. Haben sich viele Nutzer beschwert, dass der alte Mi Robot tiefschwarze Flächen meidet, hat RoboRock das bei seinem S50 verbessert. Diese Flächen bedeuten kein Problem mehr. Weiterhin sollen die Sensoren die Untergründe erkennen, um so die Saugleistung entsprechend anzupassen. Die Idee ist toll, die Umsetzung gelingt meist auch, aber leider nicht absolut zuverlässig. Treppenabgänge erkennt er zu 100% zuverlässig.

Entfernungen zu Hindernissen werden vom Laserturm meist in die Karte mit eingezeichnet. Dann nimmt der Roboter das anhand der Karte wahr und fährt dementsprechend um das Hindernis herum. Dünnere Stuhlbeine werden hierbei aber nicht immer mit eingezeichnet, so dass der Roboter darauf zu fährt und manchmal kommt es auch zu einem Zusammenstoß. Hierbei reagiert der Roboter aber innerhalb Sekunden und stoppt das Gerät. Die Richtung wird dann geändert und das Hindernis nachträglich in die Karte eingezeichnet. Das klappt gut.

Die Reinigungsleistung

Doch kommen wir nun zu unserem RoboRock S50 Testergebnis. Wir haben für unseren Produkttest die optimalen Bedingungen. Denn bei uns sind Fliesen, Parkett, Laminat und unterschiedlich hohe Teppichläufer verlegt. Grundsätzlich können wir so für alle durch uns getesteten Roboter eine ziemlich gute Produkteinschätzung abgeben. Für jeden Untergrund und für jede Verschmutzungsart. Denn unsere beiden Kinder sind sehr einfallsreich, wenn es darum geht, alles schmutzig zu machen. 🙂

So haben wir bei diesem Test Sand, kleine Steinchen, Katzenstreu und zerkleinerte Cornflakes im Haus verteilt. Grundsätzlich können wir den Testbericht schon mal abkürzen. Die Hartbodenreinigung ist einwandfrei, die Teppichreinigung dank der starken Saugleistung gut.

Die Hartbodenreinigung

Von allen verteilten Schmutzpartikeln waren die kleinen Steinchen die schwierigste Aufgabe für den RoboRock S50. Denn die Seitenbürsten schießen diese schweren Schmutzpartikel durch die ganze Wohnung. Ob das Steinchen dann gefunden wird, oder ob es unter der Couch liegen bleibt, ist Glückssache. Alle anderen Schmutzpartikel sind für den Roborock S50 überhaupt kein Problem. Selbst der feine Sand landet zum größten Teil im Auffangbehälter. Je höher die Saugleistung eingestellt, desto besser ist das Reinigungsergebnis. Der Roboter fährt seine Bahnen überlappend ab, daher erzielt er eine hohe Reinigungsabdeckung.

Die Randreinigung ist gut, die Eckenreinigung ist verbesserungswürdig. Die Geschwindigkeit der Seitenbürsten wird bei der Randreinigung erhöht. Hierdurch soll unserer Meinung nach vermieden werden, dass schwerere Schmutzpartikel bei der Flächenreinigung durch die Wohnung geschossen werden. Das können wir allerdings nicht bestätigen.

Die Teppichreinigung

Eine tolle Idee ist die automatische Anpassung der Saugleistung auf Teppichen. Wenn diese dann auch immer funktionieren würde. In unserem Produkttest mussten wir die Leistung auf dem Teppichtest zwar selten, aber dennoch das ein oder andere Mal manuell in der APP erhöhen. Leider funktioniert die Teppicherkennung bei der Wischfunktion überhaupt nicht.

Das Ergebnis der Teppichreinigung ist überzeugend, wenn Sie die hohe Saugleistung einstellen. Dennoch bleibt der Sand teilweise leider in den Tiefen des Flors liegen. Der kleine Hochflorteppich musste anschließend ausgeklopft werden. Auf niedrigen und mittelhohen Teppichen sind wir von der Saugleistung auf Teppichen allerdings überzeugt. Vor allen dingen sieht der Teppich schön gebürstet aus nach der Reinigung. Also um einen ersten guten Eindruck bei Besuch zu hinterlassen, reicht auch das Ergebnis auf Hochflorteppichen.

Das Wischergebnis

Leider konnten wir bisher kaum einen Wischroboter mit einem hervorragenden Ergebnis bei der Wischleistung testen. Es wird zwar grob der Schmutz verteilt und auch im Wischtuch aufgenommen, aber logischerweise ist diese Art des Wischens nicht mit dem Wischen von Hand zu vergleichen. Eher nehmen Sie mit dem angefeuchteten Wischtuch den feinen Staub auf der Oberfläche auf. Das Wischtuch wird auch leider nicht in der vollständigen Größe befeuchtet. Dadurch schrumpft die Wischfläche auf ca. 17 x 10 cm. Die Ränder bleiben leider trocken. Hierdurch werden natürlich auch Ränder und Möbelkanten nicht gesäubert.  Starke oder eingetrocknete Verschmutzungen schafft der RoboRock S50 überhaupt nicht.

Die Wischfunktion ist also nur bedingt empfehlenswert.

Unser Fazit zum RoboRock S50

Dieser Saug- und Wischroboter überzeugt leider nicht auf ganzer Linie. Die Reinigungsleistung auf Hartböden und auf Teppichen ist gut bis sehr gut. Der Roboter reinigt zudem sehr flott und das bei einer geringen Geräuschbelastung. Verarbeitung und Funktionsumfang können ebenfalls überzeugen.

Sehr gut empfinden wir auch die Navigation, Hindernisspeicherung in der APP und die automatische Untergrunderkennung. Noch besser wäre es, wenn dies auch in der Wischfunktion funktionieren würde. Die Wischfunktion ist leider nicht empfehlenswert.

Besonders hervorheben möchten wir allerdings die sehr gute App, die kaum Wünsche offen lässt. Lediglich die Mehrkartenspeicherung hat die App von RoboRock leider nicht. Behälterentleerung und Filterwechsel ist sehr schnell und einfach erledigt.

Der RoboRock S50 ist zweifelsohne ein sehr guter Saugroboter, aber ob sich die Anschaffung des RoboRock S50 gegenüber dem Vorgänger Mi Robot lohnt, wagen wir allerdings zu bezweifeln. Denn bedenken Sie, dass Sie für das neue Gerät von RoboRock einiges mehr zahlen müssen. Und für die schlechte Wischfunktion lohnt sich der Kauf jedenfalls überhaupt nicht.

 

Beutellos
Hartbodentest bestanden
Teppichtest bestanden
HEPA Filter vorhanden
Saugleistung (Watt)58 Watt
Betriebsgeräusch (dB)58 dB
EnergieeffizienzA
Durchfahrthöhe (mm)97 mm
Schwellen- / Steighöhe (in mm)19 mm
max. empfohlene Fläche (qm)125 qm
Zeitprogrammierung
Zeitprogrammierung im Wochenrhythmus
Laufzeit / Ladung (Minuten)150 Minuten
Ladezeit (max. in Min.)200 Minuten
ReinigungsmodusChaotisch
Anpassung an starken Schmutz automatisch
manuelle Spotreinigung
Absturzsicherung
Selbstaufladung
Multiroom / Etage fertigstellen
App / WLAN
Fernbedienung enthalten
Staubbehälter Volumen (ml)480 ml
Staubbehälter Füllanzeige
Ersatzfilter (Stück)1 Stück
Ersatz Seitenbürsten (Stück)2 Stück
Reinigungswerkzeug (Stück)1 Stück

Preisverlauf


499,99 € 699,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 28. Mai 2020 23:42

499,99 € 699,95 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.Zuletzt aktualisiert am: 28. Mai 2020 23:42