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Testberichte: über 200 Staubsauger & Saugroboter auf unserer Teststrecke im Vergleich

Wann darf man staubsaugen?

Wenn es unter Nachbarn Streit gibt, liegt das oftmals an Ruhestörung und Lärmbelästigung. Vor allem dort, wo viele Menschen eng zusammenleben – also etwa in Mehrfamilienhäusern – fühlen sich Menschen von der Lautstärke aus der Nachbarwohnung häufig stark gestört. Das ist einem guten nachbarschaftlichen Verhältnis natürlich nicht zuträglich. 

Deshalb ist es umso wichtiger, aufeinander Rücksicht zu nehmen und laute Aktivitäten – wie das Staubsaugen beim Hausputz – während der gesetzlichen Ruhezeiten zu vermeiden. Darüber hinaus kann wiederkehrende Lärmbelästigung in einem Mietshaus laut Mietrecht auch zu rechtlichen Konsequenzen führen: etwa zu Bußgeldern, einer Abmahnung oder unter Umständen auch zur Kündigung.

Es versteht sich von selbst, dass Du spätabends oder frühmorgens in einem Wohngebiet nicht gerade Schlagzeug üben oder draußen mit dem Laubbläser arbeiten wirst. Doch wie sieht es mit dem Staubsauger aus? Wann ist staubsaugen erlaubt und wann solltest Du es lieber bleiben lassen? Dieser Ratgeber beantwortet Dir alle Deine Fragen zu dem Thema!

Wann darf man Staubsaugen

Abends staubsaugen – bis wann ist es erlaubt?

Gehörst Du zu den Menschen, die tagsüber ihrem Job nachgehen, hast Du vielleicht nur am Abend oder am Wochenende Zeit, Dich um den Hausputz zu kümmern. Ich persönlich komme manchmal auch erst 23 Uhr oder eben sonntags dazu, mal gründlich zu saugen. Aber: Das ist in der Regel keine gute Idee. Gerade zu diesen Zeiten wollen Deine Nachbarn schließlich ihre Ruhe haben. 

Wenn Du natürlich weißt, dass die Nachbarn aus der Wohnung nebenan gerade auf einer Feier sind, spricht nichts gegen nächtliches Staubsaugen. Hast Du dieses Wissen nicht, solltest Du das Ruhebedürfnis Deiner Mitmenschen aber akzeptieren – und den Lärmpegel in der Wohnung während der gesetzlich geregelten Ruhezeiten niedrig halten. 

Daher gilt: Du darfst werktags bis 22 Uhr in Deiner Wohnung staubsaugen – vorausgesetzt, dass nicht gerade Mittagsruhe gilt. Nach 22 Uhr ist dann Feierabend und die Geräuschentwicklung in der Wohnung sollte auf ein Minimum reduziert werden. 

Wann Du ohne Bedenken zum Staubsauger greifen darfst 

Sonntags, an Feiertagen und zu den gesetzlichen Ruhezeiten gilt: bitte leise! Die Maschinenlärmschutzverordnung besagt, dass alle Tätigkeiten untersagt sind, die lauter sind als Zimmerlautstärke. Dazu können verschiedene Aktivitäten zählen:

  • lautes Musikhören
  • Bohren in der Wohnung
  • Rasenmähen im Garten 
  • Nutzung lauter Haushaltsgeräte 

Auch das Staubsaugen kann zu einem zu lauten Wohngeräusch führen und ist vor allem in einer hellhörigen Wohnung problematisch. Der folgenden Liste kannst Du die üblichen Ruhezeiten entnehmen, zu denen das Staubsaugen verboten ist: 

  • Mittagsruhe: 13 bis 15 Uhr
  • Nachtruhe: 22 bis 7 Uhr
  • Sonntage und gesetzliche Feiertage: ganztags 

Beachte aber: Die Ruhezeiten unterscheiden sich von Ort zu Ort. Sie werden nämlich von den Bundesländern und teils sogar von den Gemeinden festgelegt. Wirf also einen Blick in das Landesimmissionsschutzgesetz. Nähere Informationen erhältst Du auch direkt bei der Gemeinde oder beim zuständigen Ordnungsamt. Es lohnt sich auch, einen Blick in Deinen Mietvertrag zu werfen. Mitunter gibt es zusätzlich eine Hausordnung, sodass im Einzelfall auch noch andere Regelungen gelten können. 

Wischroboter Saugroboter leise

Wischroboter oder Saugroboter sind deutlich leiser als der normale Staubsauger!

In Mehrfamilienhäusern immer die Hausordnung beachten

Besondere Rücksichtnahme ist in Mehrfamilienhäusern geboten. Andernfalls steht das friedliche Zusammenleben schnell auf der Kippe. Halte Dich also unbedingt an die Hausordnung, denn dort findest Du alle Vorgaben zum Thema Lärm. Mitunter gibt es auch Aushänge im Hausflur, wo deutlich auf die Ruhezeiten hingewiesen wird. In vielen Haus- oder Ruheordnungen ist von Zimmerlautstärke die Rede, welche zu konkreten Uhrzeiten nicht überschritten werden darf. Allerdings gibt es keine genaue Definition der Zimmerlautstärke. In einem Urteil erklärt das Landgericht Hamburg den Begriff wie folgt: 

„Erst wenn die Lautstärke über das hinaus geht, was unter Einbeziehung der baulichen Verhältnisse nicht mehr als normales Wohngeräusch in die Nachbarwohnung dringt, wird das Maß der Zimmerlautstärke überschritten“ (317 T 48/95)

Werden die Geräusche also noch deutlich außerhalb der eigenen Wohnung wahrgenommen, ist die Zimmerlautstärke überschritten. Die Geräusche in der Nachbarwohnung sollten tagsüber eine Grenze von 40 Dezibel und nachts einen Wert von 30 Dezibel nicht überschreiten. Dies entspricht etwa 80 Dezibel in dem Raum, wo das Geräusch ausgelöst wird. 

Hier kommst du zu meiner Dezibel Vergleichstabelle!

Was tun, wenn sich Dein Nachbar nicht daran hält? Bei wiederkehrenden Verstößen und Störungen kann man sich zuerst an den Vermieter oder auch an den Mieterbund wenden. Generell ist es aber eine gute Idee, vor einer Beschwerde zunächst mit den Nachbarn zu reden. So lassen sich meist Kompromisse finden, mit denen alle Beteiligten zufrieden sind.

Staubsauger Hausordnung

In Mehrfamilienhäusern gilt zusätzlich auch noch die Hausordnung zu beachten!

Beim Staubsaugen Lärm reduzieren: Diese Tipps helfen 

Es gibt natürlich auch Möglichkeiten, um den Lärm beim Putzen zu reduzieren. Damit schonst Du die Ohren Deiner Nachbarn. Berücksichtige dazu einfach folgende Tipps: 

1. Tipp: Einen leisen Staubsauger verwenden

Kaufe einen möglichst geräuscharmen Staubsauger. Mit einem solchen Modell kannst Du dann eventuell sogar an Sonn- und Feiertagen staubsaugen, weil das Geräusch von den Nachbarn nicht als Ruhestörung empfunden wird. Dabei gilt: Staubsauger mit Beutel verursachen grundsätzlich etwas weniger Lärm als beutellose Modelle. Bei manchen Saugern kannst Du auch die Leistung reduzieren, um die Geräuschentwicklung zu verringern. Orientiere Dich an der folgenden Tabelle, um zu ermitteln, ob Dein Staubsauger als leise, angemessen oder laut eingestuft wird:

Lautstärke Wert in Dezibel 
leise bis 65 Dezibel 
angemessen  65 bis maximal 79 Dezibel
laut über 80 Dezibel

Du kannst auch in diesem Ratgeber-Artikel nachlesen, welche Staubsauger als leise gelten. 

2. Tipp: Bei geschlossenen Fenstern und Türen saugen

Eine gute Idee ist es auch, beim Staubsaugen alle Fenster zu schließen. Dann kann weniger vom Staubsaugergeräusch nach draußen beziehungsweise nach nebenan gelangen. Das ist vor allem bei Fenstern wichtig, die zum Innenhof gerichtet sind. Sind diese beim Saugen geöffnet, kann es zu einer erheblichen Lärmbelästigung kommen. Halte am besten auch immer die Türen in dem Raum geschlossen, in dem Du gerade saugst. Dann kann der Lärm nicht ungehindert durch die Wohnung in die Nachbarräume dringen. 

3. Tipp: Fegen statt staubsaugen 

Zu guter Letzt kannst Du Deine Wohnung natürlich auch ohne Staubsauger sauber halten. Dadurch reduzierst Du die Lärmentwicklung maßgeblich. Folgende leise Möglichkeiten zur Bodenreinigung gibt es:

  • Staub wischen mit einem Mikrofaser-Bodenwischer 
  • Fegen mit einem Besen 
  • Wischen mit dem Wischmopp 

All diese Aktivitäten sind vielleicht etwas aufwendiger als das Staubsaugen. Sie bieten Dir aber auch während der Ruhezeit die Möglichkeit, Deinen Haushalt sauber zu halten – und zwar ohne, dass sich ein Nachbar davon gestört fühlen muss. 

 


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