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Testberichte: über 200 Staubsauger & Saugroboter auf unserer Teststrecke im Vergleich

Wofür brauche ich einen Dampfreiniger?

Der Dampfreiniger als multifunktionaler Alleskönner wird in Deutschen Haushalten immer beliebter. Besonders Familien mit kleinen Kindern schwören auf dieses Gerät. Denn man benutzt beim Reinigen keinerlei chemische Putzmittel mehr. Durch den heißen Wasserdampf ist die Reinigung mit dem Dampfreiniger eine sehr hygienische Sache, denn Bakterien und Milben werden bei diesen Temperaturen abgetötet. Auch die Umwelt wird geschont, durch den Verzicht von Reinigungsmitteln. Die Menge an Wasser die zum Reinigen benötigt  wird ist  weitaus weniger, als beim herkömmlichen Putzen. Der Wasserverbrauch beim Reinigen mit einem Dampfreinigers ist wesentlich geringer, als die Menge an Wasser die beim herkömmlichen Putzen verbraucht wird. Denn aus einem Liter Wasser werden bis zu 1.700 Liter Dampf erzeugt. Dadurch kann man eine relativ große Fläche in nur einem Arbeitsgang auf einmal reinigen, ohne Wasser nachfüllen zu müssen.

Die Funktionsweise des Dampfreinigers

Dampfsauger günstig: Der Kärcher SV7Der Dampfreiniger oder auch Bodendampfreiniger genannt sieht fast aus wie ein klassischer Bodenstaubsauger, ist allerdings vom Aufbau anders. Denn im Inneren des Dampfreinigers befindet sich ein Kessel der mit Wasser gefüllt ist. Das Wasser in dem Kessel wird auf  100 bis 150 Grad erhitzt damit sich das Wasser in Wasserdampf verwandelt. Dieser Wasserdampf wird unter Druck in die Bürste oder Düse gedrückt.  Durch den heißen Wasserdampf und den Druck der vom Gerät erzeugt wird, schiebt sich der Dampf quasi zwischen den Schmutz und der Oberfläche auf der er sitzt.

Bei einem qualitativ guten Dampfreiniger wird der Dampf mit bis zu 180 Stundenkilometern aus der Düse auf die zu reinigende Oberfläche geschossen. Dadurch kann der Schmutz sehr gut mechanisch gelöst werden. Denn der Dampf ist hier so fein, dass dieser ganz leicht unter die Verschmutzung geschoben wird. Wenn der Dampf jetzt wieder abkühlt, kondensiert dieser zu Wasser und löst damit den Schmutz ganz einfach vom Untergrund ab. Dadurch kann man auf andere Reinigungsmittel absolut verzichten. Ein über der Bürste befindliches Tuch nimmt den gelösten Schmutz auf, wobei das Lösen des Schmutzes und das Aufnehmen mit dem Tuch in zwei Arbeitsschritten erfolgt.

Reicht die Temperatur für die Vernichtung der Bakterien?

Ja, 150 Grad reichen laut Tests aus, damit Bakterien und sonstige Keime abgetötet werden. Auch hartnäckige Verschmutzungen wie Fett, Kalk, Ruß, Seifenschaum, Schimmel und alles andere an Schmutzpartikeln entfernt werden, und dies auf Böden, Möbeln und Textilien.  Natürlich gibt es auch Dampfreiniger die den Dampf auf bis zu 300 Grad erhitzen. Dies sind allerdings Profigeräte und eher für die Industrie- oder das Hotelgewerbe geeignet. Für den privaten Gebrauch wird aus Sicherheitsgründen eine niedrigere Temperatur gewählt, was für den „normalen“ Gebrauch auch vollkommen ausreichend ist.

Dennoch hängt die Wirksamkeit des Dampfreinigers natürlich von der Wassertemperatur wie auch von der Dosierung des Dampfes ab. Denn die Stärke des Dampfes entscheidet hier über das Putzergebnis.

Welche Arten von Dampfreinigern gibt es?

Bei den Dampfreinigern wird zwischen folgenden Arten unterschieden:

  • Bodendampfreiniger (wie oben beschrieben)
  • Dampfsauger: Dieser arbeitet als Kombination von Staubsauger und Dampfreiniger. Der Dampfsauger hat den Vorteil, dass er die beiden Arbeitsgänge des Dampfreinigers in einem Arbeitsgang erledigt. Denn er saugt das verschmutze Wasser nach dem Dampfen in einen Auffangbehälter auf. Es wird kein separates Tuch mehr benötigt um die Wasserrest aufzunehmen. Der Dampfsauger ist allerdings dementsprechend teurer als ein Dampfreiniger.
  • Der Dampfbesen: Dieses Gerät ist zu vergleichen mit einem Handstaubsauger. Er funktioniert zwar mit dem gleichen Prinzip wie ein Dampfreiniger, allerdings ist er eher für kleinere Flächen oder auch kleinere Verschmutzungen geeignet. Er ist leichter und handlicher als der Dampfreiniger.
  • Handdampfreiniger: Der Handdampfreiniger ist wunderbar für Polstermöbel und Fensterscheiben geeignet. Auch Spiegel, Haustüren, Schranktüren usw.  können hiermit gereinigt werden. Die Funktionsweise ist wieder wie bei seinen größeren Geschwistern aber von der Größe eher eine Art Handstaubsauger.

Was kann ich mit einem Dampfreiniger alles reinigen?

Stabparkett nussfarbeIm Prinzip alles. Sie können mit dem Dampfreiniger alle Bodenbeläge wie Fliesen, Laminat, Teppich und Parkett reinigen. Zusätzlich zu allen Bodenbelägen können auch Fenster, Möbel, Polster, Armaturen, Fliesenspiegel, Schranktüren und alle andern glatten Flächen gereinigt werden. Die Reinigung ist sehr effektiv und hygienisch. Allerdings sollte man der Reinigung von Korkböden und Parkett sehr vorsichtig sein. Sie müssen unbedingt darauf achten, dass der Dampfreiniger in der Dampfmenge stufenlos regelbar ist. Denn das Parkett und der Korkböden sind sehr hitzeempfindlich und durch die hohe Temperatur und zu viel Feuchtigkeit kann die Oberfläche dieser Böden beschädigt werden. Am besten immer an einer unauffälligen Stelle testen, ob der Boden die Behandlung mit einem Dampfreiniger verträgt. Ansonsten sollten Sie besser auf die herkömmliche Weise die Böden reinigen.

Ansonsten sollte man darauf achten, dass das Mikrofasertuch regelmäßig ausgetauscht und gereinigt wird. Bei der Reinigung von Flächen aus Edelstahl sollte man darauf achten, dass man auf der Düse ein Reinigungstuch aus Plüschvelour,  und für die Armaturen sollte man einen speziellen Bürstenaufsatz verwenden.

Was entfernt der Dampfreiniger, wofür ist er stark genug?

Der Dampfreiniger entfernt so ziemlich jede Verschmutzung die in einem privaten Haushalt anfällt. Jegliche Art von Schmutz, Fett, Kalkablagerungen, Bakterien und Schimmel. Die Kraft die das Gerät dabei erzeugt kommt aus dem Druck, mit dem der Dampf unter die Verschmutzungen gedrückt wird. Eigentlich eine ziemlich simple Arbeitsweise. Das ganze funktioniert ohne Chemie und sonstige Reinigungsmittel. Somit entstehen beim Nutzer auch keinerlei allergische Reaktionen wie juckende Hände oder Atembeschwerden durch Dämpfe.

Dampfreiniger und Allergiker

Einem Allergiker zu erzählen, dass man mit einem Dampfreiniger eine Matratze Milbenfrei reinigen kann, wäre falsch. Denn die Menge an Dampf und Wasser die man benötigen würde, um alle Milben abzutöten, würde wahrscheinlich die Matratze eher töten als die Milben die in Ihr leben. Dennoch ist ein Dampfreiniger für Allergiker auf jeden Fall zu empfehlen. Da dieser ohne Chemikalien und lediglich mit heißem Wasserdampf arbeitet muss sich der Allergiker keine Gedanken über allergische Reaktionen auf irgendwelche chemischen Substanzen machen.  Und die hygienische Reinigung und Abtötung von Bakterien sollte für den Allergiker Grund genug sein, sich mit dem Kauf eines Dampfreinigers auseinander zu setzen.

Die Sicherheit von Dampfreinigern

Natürlich ist die Nutzung dieser Geräte nicht ganz ungefährlich für den Nutzer. Denn der heiße Wasserdampf kann bei unsachgemäßer Nutzung, oder einem fehlerhaften Gerät  zu Verbrennungen führen. Daher sollte der Käufer darauf achten, dass die Verarbeitung und die Sicherheit eines Dampfreinigers gewährleistet werden kann. Bitte achten Sie unbedingt auf die Siegel von TÜV und GS-Zeichen. Denn nur so kann man sicher gehen, dass die Geräte ausreichend von Prüfinstituten auf die Sicherheit untersucht worden sind. Gute Geräte sind daher auch mit einer Kindersicherung ausgestattet. Bei diesen kann man den Wassertank bei zu hohem Druck nicht öffnen. Erst wenn sich der Druck abgebaut hat, kann man diesen wieder öffnen.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Wer einen Dampfreiniger nicht nur im Fachhandel zur Reinigung ausleihen will, was durchaus möglich ist, sondern selber diesen Alleskönner sein eigen nennen möchte, der sollte folgende Dinge beim Kauf beachten:

  1. Der Dampfreiniger sollte eine Dampftemperatur von mindestens 100 Grad erreichen
  2. Das Volumen des Wassertanks sollte mindestens 2 Liter betragen. Je größer die zu reinigende Fläche ist, desto größer sollte der Tank sein.
  3. Die Heizleistung sollte ausreichend hoch sein
  4. Der Dampfdruck sollte mindestens 3,5 bar betragen, wobei je höher der Druck, desto besser die Reinigungsergebnisse
  5. Wenn nötig auf eine gute Kindersicherung achten, damit sich der Dampfkessel beispielsweise bei der Nutzung nicht öffnen lässt.
  6. Er sollte über eine stufenlos verstellbare Dampfmenge und Dampfdruckregulierung verfügen, damit man diesen optimal auf die verschiedenen Böden einstellen kann.
  7. Achten Sie auf ausreichendes Zubehör. Was will ich reinigen – welches Zubehör brauche ich? Je mehr Zubehör, desto mehr Möglichkeiten haben Sie
  8. Ganz wichtig sind auch die technische Prüfsiegel vom TÜV, GS oder LGA.

Automatische Alternativen zu Dampfreinigern

Es gibt diverse Wischroboter, die einen Dampfreiniger nicht ersetzen, aber eine ähnliche Aufgabe wahr nehmen. Der iRobot Scooba arbeitet auch mit heißem Wasserdampf und tötet somit Bakterien ab.

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Kommentare

Mia 25. Mai 2018 um 08:12

Der Tipps, dass man auf eine Kindersicherung achten sollte, damit sich der Dampfkessel beispielsweise bei der Nutzung nicht öffnen lässt, war Gold wert. Dadurch konnte ich der Nachbarin helfen, dass passenden Gerät für sie und ihr Kind zu finden. Einfache Geräte haben diese Vorrichtung leider nicht immer eingebaut.

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